Die CDU Trier geht mit neuer Energie in die Zukunft
Trier. Mit „neuer Energie für Trier“ will die CDU Trier die Weichen für die Energiewende hin zu den Zukunftstechnologien stellen. Beim Kreisparteitag am 18. Juni 2011 in der Europäischen Rechtsakademie Trier beschlossen die Delegierten einen gleichnamigen Leitantrag. Mit neuer Energie für Trier startet auch der neu gewählte Kreisvorstand in die kommenden beiden Jahre. Als Kreisvorsitzender wurde Bernhard Kaster wiedergewählt; zu seinen Stellvertretern zählen neben Udo Köhler erstmals Dirk Louy und Julia Eggenkämper.

Der Umweltwissenschaftler Louy und die Rechtsreferendarin Eggenkämper folgen als stellvertretende Vorsitzende auf Dr. Ulrich Dempfle und Birgit Falk. Beide hatten nach ihrer Wahl zum Vorsitzenden und zur stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Trier einen Verzicht auf die Parteiämter erklärt. Zu Beisitzern wurden Dr. Maximilian Monzel, Matthias Struth, Elisabeth Grotowski, Dr. Harald Michels, Philipp Bett, Christof Lentes, Robert Mäling, Thorsten Wollscheid, Jutta Albrecht und Nicole Kürten gewählt.
Nach einer lebendigen und kritischen Diskussion bestand bei den Parteitagsteilnehmern Einigkeit darüber, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Parteibasis im Hinblick auf kommunale und regionale Themen noch stärker einzubinden und diese Themen in den Mittelpunkt der nächsten Jahre zu stellen. In seiner Ansprache kündigte der Kreisvorsitzende und Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Bernhard Kaster diese wesentlich stärkere Einbindung an. In den neu gegründeten Themenforen von Fraktion und Partei, zu der alle Triererinnen und Trierer eingeladen sind, würden die Themen, die die Stadt bewegen, offen diskutiert.
Bei der Diskussion über den Leitantrag „Neue Energie für Trier“ sprach sich Kaster für eine zügige Umsetzung der Energiewende aus. Angesichts der europäischen Zentrallage Trier legte er den Fokus auch auf eine europäische Perspektive. „Wir brauchen eine klare zeitliche Ausstiegsperspektive – auch für das Kraftwerk Cattenom“, forderte Kaster. Die Energiepolitik der Union sei ambitioniert, aber, durch ein Bündel an unterschiedlichen Maßnahmen, zudem auch verantwortungsvoll. Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), stellte in seinem Gastvortrag „Möglichkeiten und Chancen der kommunalen Energiewirtschaft“ vor. „Es ist absolut richtig, dass die Kanzlerin nach Fukushima eine Vollbremsung eingelegt hat und jetzt die Energiewende eingeleitet hat“, erklärte Reck. Die Transformation der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien geschehe über Parteigrenzen hinweg und im Einklang mit vielen kommunalen Verbänden. Auf kommunalpolitischer Ebene lägen die Schlüssel zur Energiewende, weshalb die Kommunalpolitik der CDU Deutschlands einen neuen Stellenwert bekommen müsse. Es sei gut, dass wegen des schrittweisen Abschaltens der Atomkraftwerke ein dezentraler, stufenweiser Aufbau der erneuerbaren Energien möglich sei, was Unternehmen wie den Stadtwerken Trier zugute komme.
Zu Beginn des Parteitages dankten Kaster und der Fraktionsvorsitzende Dr. Ulrich Dempfle dem Landtagskandidaten Berti Adams für sein großes Engagement in den vergangenen Jahren. „Lieber Berti, du hast dich großartig für die CDU Trier engagiert“, erklärte Kaster. „Eine Listenaufstellung wie bei dieser Landtagswahl darf es nicht mehr geben“, kritisierte er und ergänzte: „Es hat uns allen sehr leid getan, dass das Mandat verloren ging. Das hat uns menschlich sehr getroffen“. Mit langem Applaus bedankten sich die Teilnehmer des Parteitages bei Berti Adams. „Alles hat seine Zeit, ich blicke nicht nach hinten, sondern nach vorne“, erklärte Adams in einer kurzen Ansprache. Derzeit nehme ihn der Umbau seiner Metzgerei, deren Verkaufsfläche er verdopple, voll und ganz in Anspruch, sodass er beruflich ausgelastet und auch sehr zufrieden sei. So gilt für den Metzgermeister wie für die CDU Trier: Mit neuer Energie geht es in die Zukunft.



