Neue Energie für Trier

Beschluss des CDU-Kreisverbands Trier-Stadt zum Kreisparteitag am 18. Juni 2011

Die Zukunft der Kommunalen Energiewirtschaft – Chancen nutzen, Herausforderungen annehmen

Die Zukunft einer sicheren, umweltschonenden und bezahlbaren Energieversorgung und -gewinnung ist dezentral. Die bundespolitische Weichenstellung zur Energiewende in Deutschland macht dies deutlicher und notwendiger denn je. Nachdem eine Neubewertung der Atomenergie auf Grund der jüngsten Ereignisse in Japan unabdingbar war, wurde auf Bundesebene mit dem stufenweisen und unumkehrbaren Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahre 2022, eine Grundlage für einen verantwortungsvollen Übergang ins Zeitalter der erneuerbaren Energien geschaffen.

Die Verwirklichung dieses ambitionierten Ziels kann nur gelingen, wenn Städte und Gemeinden die Energiewende mittragen. Für unsere Region gilt es nun Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen und die Energiewende in die Praxis umzusetzen. Das stellt eine große Herausforderung dar und ist zugleich eine riesige Chance für jeden Einzelnen. Die (Aus)wirkungen der energiepolitischen Wende wollen wir vor Ort, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, mitgestalten. Deshalb müssen wir in unserer Region innovative Wege in der Energiepolitik aufzeigen und beschreiten.

Bei dem schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energien muss die Energieversorgung immer drei Grundprinzipien erfüllen: Sie muss sicher, wirtschaftlich und umweltschonend sein. Um das gewährleisten zu können, müssen wir die Themen der dezentralen Energieversorgung unter verstärkter Nutzung der Potentiale erneuerbarer Energien, der Steigerung der Energieeffizienz sowie des Netzaus- und Umbaus in den Fokus rücken. Bei der Umsetzung kommt den Stadtwerken eine besondere Rolle zu. 

Die Energiewende der Region muss auf einem gesamtgesellschaftlichen Konsens fußen. Deshalb wollen wir die Bürgerinnen und Bürger vor Ort auf unserem Weg mitnehmen und sie daran teilhaben lassen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist nicht nur Sache der Stadtratsfraktion sondern auch der kommunalen Unternehmen, der Verbände und jedes Einzelnen. Aus diesem Grund möchte die Union aktiv in den Bürgerdialog mit den Triererinnen und Trierern zum Thema kommunale Energieversorgung treten. Auch die von der Union initiierte Gründung der Energieagentur für die Region Trier zeigt: Wir nehmen die gemeinsame Herausforderung an.

Auf diesem bürgernahen Weg sind drei Kernziele in der Region Trier zu verwirklichen:

  1. Zukunftsfähiger Umbau dezentraler Energieerzeugung,
  2. Erneuerbare Energien durch intelligente Speicher und Verteilernetze fördern,
  3. Potentiale der Region durch Energieeinsparung und Effizienzsteigerung nutzen.
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