Die Polizei: Dein Freund und Radler

Es ist für Viele noch immer ein ungewohnter Anblick, doch gehört er bereits fest zum Trierer Stadtbild dazu: Polizeibeamte, die auf Dienstfahrrädern durch die Stadt fahren. Dies hat, wie die Polizeiinspektion Trier kürzlich mitteilte, viele Vorteile: Die Beamten sind in den für Autos schwierig zugänglichen Stadtgebieten wie Parkanlagen, dem Moselufer oder Wohngebieten wesentlich mobiler und schneller, sie können sich aber auch wesentlich besser um die Fahrradfahrer als Verkehrsteilnehmer kümmern.

Das umweltfreundliche Radfahren wird für immer mehr Triererinnen und Trierer zu einer häufig genutzten  Fortbewegungsart und wird sicher mit zunehmender Verbreitung von Elektrorädern noch bedeutender werden. Und das ist auch gut so. Doch diese erfreuliche Erscheinung  hat auch ihre Schattenseiten: Im Jahr 2010 registrierte die Polizeiinspektion im Stadtgebiet 132 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern. In mehr als der Hälfte der Fälle sind Fahrradfahrer die Hauptversucher gewesen.

Wir sollten aus dieser Tatsache zwei Erkenntnisse gewinnen: Erstens müssen wir an eine bessere Verkehrsmoral aller Verkehrsteilnehmer appellieren; leider gibt es auch unter den Radfahrern noch zu viele Rowdys. Zweitens müssen wir kontinuierlich an einer konsequenten Verbesserung des Radwegenetzes arbeiten, denn die oftmals chaotische Radinfrastruktur hat gefährliche Spurwechsel und unübersichtliche Gefahrensituationen zur Folge, vor allem dann wenn – leider noch zu oft in Trier -  Radwege "im Nirwana" enden. Die knappen Haushaltsmittel werden es indes künftig nicht mehr gestatten, Radwege in der Qualität zu bauen, wie den jüngst fertig gestellten Radweg an der Spitzmühle. Hier müssen wir andere, kostengünstigere Lösungsmöglichkeiten finden. Kreativität wird hier gefragt sein!

Für die CDU-Fraktion

Thomas Albrecht, Verkehrspolitischer Sprecher