Resolution: "Region Trier nicht vom Fernverkehrsnetz abkoppeln"

„Region Trier nicht vom Fernverkehrsnetz abkoppeln“

Der Rat der Stadt Trier spricht sich gegen die für den Fahrplanwechsel im Dezember 2011 vorgesehenen Streichungen von Fernverkehrsverbindungen durch die Deutsche Bahn AG aus.

Der Rat der Stadt Trier fordert die Deutsche Bahn AG auf, das bisherige Fernverkehrsangebot bis auf Weiteres auch über den jährlichen Fahrplanwechsel hinaus Aufrecht zu erhalten und in Verhandlungen mit den Behörden auf Kommunaler, Landes- und Bundesebene ein zukunftsfähiges Fernverkehrskonzept zu erstellen.

Der Rat der Stadt Trier bittet die regionalen Abgeordneten des Landes- und Bundestages sowie die Rheinland-Pfälzische Landesregierung, sich in Verhandlungen mit der Bahn für eine kurz- und mittelfristige Übergangslösung einzusetzen, die eine ausreichende Anbindung der Stadt Trier an das Fernverkehrsnetz gewährleisten.

Begründung:

Nur wenige Wochen vor dem Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn bekanntgegeben, dass es zu einer drastischen Ausdünnung der IC-Verbindungen in Richtung Koblenz und Luxemburg sowie zur gänzlichen Streichung der ICE-Verbindung nach Berlin kommen wird. Durch diese Entscheidung wird nicht nur die Region Trier, sondern auch die Europastadt Luxemburg vom Fernverkehr abgekoppelt. Es ist ein drastischer und in diesem Ausmaß unvorhersehbarer Einschnitt. Mit der Verschlechterung der Verkehrsanbindung wird auch die Attraktivität und damit die Entwicklung der Großregion einen negativen Verlauf nehmen. Auch wenn Fernverkehr nicht im originären Verantwortungsbereich des Landes liegt, ist die Landesregierung in der Pflicht, gemäß ihrem Bekenntnis zu einer sozial-ökologischen Wende an einer Lösung des Trierer Verkehrsproblems mitzuwirken.